13. August 2010, 13:59
Es mag sinnvolle Nuancen von Netzneutralität geben.
Wenn man die Blind- und Sturheit der im letzten Jahrhundert hängengebliebenen Manager sieht, mag man aber vielleicht doch die Initiative Pro Netzneutralität unterstützen (durch die eigene „Unterschrift“):
http://pro-netzneutralitaet.de/#comment-7490
bzw. http://pro-netzneutralitaet.de/
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Einfachheit der dem Internet zu Grunde liegenden (oft jahrzehnte- und damit für den IT-Bereich steinalten) Protokolle Netzneutralität in einem großen Umfang implizieren und den „Erfolg“ des Internets bedingt haben! Das Internet als P2P-Medium (n:m) ist mit einem Medium wie dem Fernsehen (1:n) funktional nicht vergleichbar. Es lässt sich auch mit noch so „intelligenten“ NGNs nicht zentral planen und jeder dahingehende Versuch wird früher oder später enden wie das Prinzip der Planwirtschaft. Statt Missverständnisse und Fehleinschätzungen zu kultivieren und die Gängelei ihrer Kunden mit großem Aufwand zu planen, sollten die Netzbetreiber ihre Geschäftsmodelle für das 21. Jahrhundert adaptieren. Im Sinne aller Stakeholder wären dabei die Energien besser investiert.
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9. August 2010, 11:27
Heute mal:
Ein schlechter Witz.
„Das von der Arbeitsministerin [Ursula von der Leyen] gepriesene Gutschein-Modell für arme Kinder kennt in Schweden gar niemand - nicht mal die zuständigen Behörden. Dabei soll es das Modell schon seit zehn Jahren geben.“
Auch beim Bundesarbeitsministerium weiß keiner Bescheid. „Es seien zwar Experten im Haus gewesen, die zum Thema gesprochen hätten“. Was die erzählt haben, weiß aber niemand, der letzten Freitag noch erreichbar war.
Hauptsache, es ist was mit Chipkarten und „online“ dabei. Das hört sich doch eigentlich immer toll an.
<sarkasmus>Ich frage mich, ob ein Intelligenztest bei Spitzenpolitikern nicht eine sinnvolle Zugangsvoraussetzung wäre. Man könnte Leute von wichtigen Ämtern ausschließen, bei denen es für mehr als naive Luftschlösser nicht reicht. Könnte aber sein, dass eine solche Regelung mit Artikel 3, Satz 3b des GG nicht konform ist.</sarkasmus>
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23. Juni 2010, 0:19
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9. Juni 2010, 19:18
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29. Mai 2010, 16:35
phbaer schreibt’s auf hhmmmm.
Die Universität Lübeck wird — wegen des nicht zuletzt wegen der Finanzkrise und teuren Bürgschaften für die HSH Nordbank maroden Landeshaushalts — quasi geschlossen, berichtet der Spiegel. Die Mediziner-Ausbildung ist teuer, das Einsparpotential entsprechend groß.
Investitionen in Bildung sind Zukunftsinvestitionen. Die Ökonomen schätzen Renditen von 5 % pro Jahr und mehr.
Was stellen wir uns für ein Land wie die Bundesrepublik Deutschland für eine Zukunft vor, ohne Bildung? Wenn wir jetzt die Banken und den Euro retten und die Zukunft(sinvestitionen) dafür einsparen?
Gut, wenn die Lübecker Medizinstudenten dann auf Grund der dort besseren Bedingungen in Skandinavien, dem Vereinigten Königreich oder den USA arbeiten, haben wir sie auch nur teuer ausgebildet und die Probleme des Ärzte- und Fachkräftemangels nicht behoben. Um so dringender, frage ich mich, brauchen wir doch statt kurzfristiger Cash-flow-Optimierung einen Plan für das Deutschland in 10, 20 und 30 Jahren, bevor die ganze Bevölkerung — wie phbaer schreibt — das Bildungsniveau von Politikern hat?
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