Sparen an der Bildung, sparen an der Zukunft?
phbaer schreibt’s auf hhmmmm.
Die Universität Lübeck wird — wegen des nicht zuletzt wegen der Finanzkrise und teuren Bürgschaften für die HSH Nordbank maroden Landeshaushalts — quasi geschlossen, berichtet der Spiegel. Die Mediziner-Ausbildung ist teuer, das Einsparpotential entsprechend groß.
Investitionen in Bildung sind Zukunftsinvestitionen. Die Ökonomen schätzen Renditen von 5 % pro Jahr und mehr.
Was stellen wir uns für ein Land wie die Bundesrepublik Deutschland für eine Zukunft vor, ohne Bildung? Wenn wir jetzt die Banken und den Euro retten und die Zukunft(sinvestitionen) dafür einsparen?
Gut, wenn die Lübecker Medizinstudenten dann auf Grund der dort besseren Bedingungen in Skandinavien, dem Vereinigten Königreich oder den USA arbeiten, haben wir sie auch nur teuer ausgebildet und die Probleme des Ärzte- und Fachkräftemangels nicht behoben. Um so dringender, frage ich mich, brauchen wir doch statt kurzfristiger Cash-flow-Optimierung einen Plan für das Deutschland in 10, 20 und 30 Jahren, bevor die ganze Bevölkerung — wie phbaer schreibt — das Bildungsniveau von Politikern hat?